Neurofactor
Alle BlogbeiträgeVier Vertriebsfunktionen bewerten Wachstum unterschiedlich: Abschlüsse, verlässliche Prognosen, rentables Wachstum und Margenschutz.
An wen verkaufen Sie eigentlich?

Alle im Vertrieb wollen Wachstum. Aber sie kaufen Wachstum nicht auf dieselbe Weise

Martijn den Otter 9 Min. Lesezeit9.10.2026

Vier Führungskräfte im Vertrieb hören denselben Pitch: „Wir helfen Ihnen, schneller zu wachsen.“ Der Sales Manager denkt an Abschlüsse, die noch in diesem Monat fehlen. Der Head of Sales fragt sich, ob der Forecast endlich verlässlich wird. Der CRO will belegt sehen, dass zusätzliches Wachstum nicht unverhältnismäßig teuer wird. Der Commercial Director prüft, was das Wachstum für Marge und wichtige Kundenbeziehungen bedeutet.

Das sind keine bloßen Unterschiede im Vokabular. Dieselbe Investition hat je nach Rolle andere betriebliche und persönliche Konsequenzen. Die breiten Zielgruppenprofile von Neurofactor zeigen diese Unterschiede bei Zielen, Ängsten, Einwänden, Belegbedarf und Zeitpräferenzen. Auch die Profilwerte variieren: von BAS 9 beim CRO bis zu BIS 6 und k 0,15 beim Commercial Director.

Wer an den Vertrieb verkauft, sollte deshalb nicht nur „mehr Umsatz“ versprechen. Entscheidend ist, welcher Umsatz, für wen, in welchem Zeitraum und mit welchem Risiko entsteht.

Das Wort Wachstum verdeckt die eigentliche Kaufentscheidung

„Mehr Umsatz“ klingt für alle attraktiv. Für den Sales Manager bedeutet das aber möglicherweise mehr Abschlüsse, für den Head of Sales einen stabilen Vertriebsprozess, für den CRO bessere Funnel-Ökonomie und für den Commercial Director mehr Kundenwert ohne Margenverlust. Dieselbe Aussage führt zu vier unterschiedlichen Entscheidungen.

Wer ein allgemeines Wachstumsversprechen macht, überlässt dem potenziellen Käufer die Übersetzung in sein eigenes Problem. Gerade bei erklärungsbedürftigen Investitionen entsteht dadurch unnötiger Aufwand.

Vier Vertriebsrollen im direkten Vergleich

Diese Übersicht fasst die tatsächlichen Felder des ursprünglichen Zielgruppenprofils zusammen: Hauptproblem, größte Angst, benötigte Belege, bevorzugter Kontaktweg und Zeitpräferenz. Sie beschreibt breite Funktionsprofile und keine Eigenschaften jeder einzelnen Person.

Hauptproblem

Sales Manager
Teamziele unregelmäßig erreicht; Abhängigkeit von Topverkäufern
Head of Sales
Unzuverlässige Pipeline und Forecasts
CRO
Wachstum stockt oder wird zu teuer
Commercial Director
Preisdruck gefährdet Marge und Schlüsselkunden

Größte Angst

Sales Manager
Ziel verfehlen und Team verlieren
Head of Sales
Vertriebsorganisation lässt sich nicht skalieren
CRO
Wachstum stoppt; Investition amortisiert sich nicht
Commercial Director
Marge und wichtige Kunden verlieren

Gewünschtes Ergebnis

Sales Manager
Mehr Abschlüsse aus vorhandenen Leads
Head of Sales
Verlässliche Prognose und skalierbare Methode
CRO
Mehr belegbarer Umsatz je investiertem Euro
Commercial Director
Wertorientierter Vertrieb, Marge und Kundenbindung

Belege

Sales Manager
Schnelle Teamresultate, Peer-Referenz, Test
Head of Sales
Forecast- und Wachstumsfälle, Branchenreferenzen
CRO
Funnel-, CAC- und Wachstumsdaten, Benchmark, gemessener Pilot
Commercial Director
Margen- und Bindungscases, Branchen-Peers

Kontaktweg

Sales Manager
Empfehlung von Kollegen, kurze Demo oder Test
Head of Sales
Fachnetzwerk, vertieftes Gespräch, Demo
CRO
Investor oder Peer-Community, datenbasiertes Gespräch
Commercial Director
Persönliches Netzwerk oder Branchenevent, Geschäftsleitungspräsentation

Zeitpräferenz im Profil

Sales Manager
k 0,40
Head of Sales
k 0,25
CRO
k 0,30
Commercial Director
k 0,15
Vier Vertriebsfunktionen im Vergleich nach größter Angst, Belegbedarf, Zeithorizont und bevorzugtem Kontaktweg.

Wer muss eine enttäuschende Investition rechtfertigen?

Der Sales Manager steht unter sichtbarem Monats- und Quartalsdruck. Der Head of Sales muss Abweichungen im Forecast erklären und dafür sorgen, dass neue Methoden nach der Einführung weiter genutzt werden. Der CRO verantwortet das Verhältnis von Umsatzwachstum und Investition gegenüber Geschäftsführung oder Investoren. Der Commercial Director schützt Preisniveau, Kundenbeziehungen und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

Deshalb reicht die Aussage „mehr Umsatz“ nicht als vollständiger Nachweis. Eine höhere Conversion belegt weder CRM-Akzeptanz noch Profitabilität oder die Bindung von Schlüsselkunden. Eine gute Fallstudie beantwortet die Frage, die genau diese Rolle zu verantworten hat.

Sales Manager: erzielt mein Team diesen Monat mehr Abschlüsse?

Das zentrale Problem laut Karte: Das Team erreicht seine Ziele nicht regelmäßig, und zu viel hängt von wenigen starken Verkäufern ab. Unterschiedliche Fähigkeiten, zu wenig Coachingzeit und unvollständige CRM-Daten verschärfen die Lage. Wenn die Zahlen zurückbleiben, richtet sich der Blick auf die Führungskraft.

Eine Lösung muss deshalb in den Vertriebsalltag passen. Zeigen Sie, was Verkäufer morgen anders machen, wie hoch der Aufwand ist und welche frühen Signale eine Verbesserung erkennen lassen. Die Karte nennt schnelle Resultate vergleichbarer Teams, Referenzen anderer Sales Manager und eine Testphase. Ein einmaliger Trainingstag oder ein ungenutztes Dashboard reicht nicht.

Auch die Einwände sind konkret: „keine Zeit“, „das Team nutzt es nicht“ und „wir haben bereits ein CRM oder einen Trainer“. Wer die Wirkung verkaufen will, muss deshalb zugleich beweisen, dass keine weitere Verwaltungslast entsteht.

Head of Sales: kann ich mich endlich auf die Pipeline verlassen?

Beim Head of Sales ist die Pipeline unberechenbar und der Forecast weicht häufig ab. Laut Profil ist der Vertrieb um Einzelpersonen statt um ein gemeinsames Verfahren gewachsen. Neue Tools kommen hinzu, erfahrene Verkäufer gehen und erneut droht eine Einführung ohne nachhaltige Nutzung.

Darum verändert sich die Kaufentscheidung: Nicht nur schnellere Abschlüsse zählen, sondern ein belastbares Betriebssystem für den Vertrieb. Wie schnell werden neue Verkäufer produktiv? Wie werden Playbooks im CRM und im Coaching verankert? Woran erkennt man präzisere Prognosen? Das gewünschte Ergebnis ist ein ruhiger, steuerbarer Vertriebsprozess.

Die Karte verlangt Methodik und dauerhafte Verankerung. Zeigen Sie Forecast-Genauigkeit, Wachstumsergebnisse und nachweisbare Nutzung. Den Einwand „frühere Tools haben sich nie durchgesetzt“ entkräftet keine noch so beeindruckende Demo allein.

CRO: wie viel Wachstum entsteht pro investiertem Euro?

Der CRO trägt die Umsatzverantwortung und betrachtet Funnel, Kundenakquisitionskosten, die Zusammenarbeit von Marketing und Vertrieb sowie wiederholbare Ergebnisse. Der zentrale Schmerzpunkt ist stagnierendes Wachstum oder steigender Aufwand pro Euro Umsatz. Gleichzeitig erwartet das Board mehr Wachstum und geringere Kosten.

BIS 4, BAS 9 und k 0,30 passen in diesem breiten Profil zu einer starken Orientierung an Wachstumschancen. Das ist jedoch kein Freibrief für unkontrollierte Experimente. Der ursprüngliche Einwand lautet sinngemäß: „Beweisen Sie zuerst, dass es in unserem Segment funktioniert. Ich will Daten statt Annahmen.“ Ein überzeugender Pitch beginnt daher mit einem messbaren Mechanismus, einer Ausgangsmessung und transparenten Kennzahlen.

Zeigen Sie, welche Funnel-Stufe sich verändern soll, welche Auswirkung das auf den CAC hat und wie sich Effekte von anderen Veränderungen trennen lassen. Ein gemessener Pilot mit ehrlichem Dashboard ist aussagekräftiger als eine große Leadzahl ohne Conversion-, Kosten- und Retentionskontext.

Commercial Director: sind es auch die richtigen Umsätze?

Der Commercial Director verantwortet Marktposition, Marge, Schlüsselkunden und wertorientierten Vertrieb. Die größte Angst laut Karte: Marge und wichtige Kunden an günstigere Wettbewerber zu verlieren. Mehr Aufträge zu schlechteren Konditionen können eine Investition deshalb unattraktiver statt attraktiver machen.

Dieses Profil weist innerhalb der Gruppe den höchsten BIS-Wert (6), BAS 6 und den niedrigsten k-Wert (0,15) auf. Die übrigen Merkmale betonen Margenschutz, Jahresplanung und dauerhafte Beziehungen. Nicht der nächste Abschluss allein zählt, sondern die Qualität des Umsatzes, der bleibt.

Gefordert werden Fälle mit besserer Marge und höherer Kundenbindung sowie Referenzen aus vergleichbaren Branchen. Der bevorzugte Zugang erfolgt über persönliche Kontakte oder Branchenevents und anschließend über eine Präsentation in der Geschäftsleitung. Reines Volumenwachstum ohne Aussagen zu Preisen, Retention und Kundenrisiken bleibt unvollständig.

Alle ursprünglichen BIS-, BAS- und k-Werte

Die folgenden Werte stammen aus den Zeilen 44 bis 46 des Originalblatts „3 Sales“. BIS und BAS liegen im verwendeten Quellmodell auf einer Skala von 0 bis 10. k ist ein eigener Parameter der zeitlichen Abwertung, kein Prozentwert und kein Wert auf derselben Skala. Es handelt sich um breite Funktionsprofile, nicht um Einzelmessungen.

BIS (0-10)

Sales Manager
4
Head of Sales
5
CRO
4
Commercial Director
6

BAS (0-10)

Sales Manager
8
Head of Sales
7
CRO
9
Commercial Director
6

k (eigener Parameter)

Sales Manager
0,40
Head of Sales
0,25
CRO
0,30
Commercial Director
0,15

Warum die Werte allein keine Kaufentscheidung erklären

Der CRO hat den höchsten BAS-Wert und verlangt gleichzeitig einen gemessenen Piloten mit Segmentbelegen. Der Sales Manager teilt den relativ niedrigen BIS-Wert, möchte aber zunächst die Teamleistung im aktuellen Monat verbessern. Der Head of Sales verlangt bei BIS 5 nachhaltige Einführung. Der Commercial Director gewichtet mit BIS 6 Margen- und Kundenrisiken stärker.

Ein hoher BAS-Wert ist also kein automatisches Ja zu einer riskanten Idee. Ein höherer BIS-Wert ist kein generelles Nein zu Innovation. Bedeutung entsteht erst zusammen mit Hauptproblem, größter Angst, früheren Fehlversuchen und dem benötigten Beleg. Vertiefend erklärt die Wissensdatenbank das Zusammenspiel von BIS und BAS und die Verzögerungsdiskontrate k.

k beschreibt eine relative Präferenz für früheren statt späteren Nutzen. Der Wert sagt nicht voraus, wann jemand unterschreibt. Die anderen Profilfelder zeigen, warum der Sales Manager kurzfristige Verbesserungen erwartet und der Commercial Director in Jahresplänen und Kundenbeziehungen denkt.

Eine Sales-Lösung. Vier ganz unterschiedliche erste Fragen.

Stellen Sie sich eine fiktive Plattform vor, die Leadbearbeitung, Coaching, CRM-Qualität und Umsatz-Dashboards verbindet. Das Versprechen lautet „mehr Umsatz mit derselben Vertriebsorganisation“. Es gibt in diesem Beispiel noch keine gemessene Erfolgsquote oder echte Kundenstudie. Die folgenden Fragen sind redaktionelle Ableitungen aus den Profilmerkmalen, keine wörtlichen Forschungsaussagen.

Der Sales Manager fragt: „Machen meine Leute morgen mehr Abschlüsse, ohne mehr Verwaltung?“ Der Head of Sales fragt: „Wird unser Forecast verlässlicher und der Prozess skalierbar?“ Der CRO fragt: „Was passiert mit CAC, Funnel-Conversion und Nettowachstum?“ Der Commercial Director fragt: „Werden Marge und Kundenbeziehungen besser, oder kaufen wir nur Volumen?“

Dasselbe Produkt wird unterschiedlich beurteilt, weil jede Rolle andere Belege benötigt. Das Problem muss also nicht die Qualität der Software sein. Vielleicht fehlt genau die Evidenz, die für die jeweilige Entscheidung zählt.

Fiktive Vertriebsplattform führt bei vier Rollen zu unterschiedlichen Kaufentscheidungsfragen; BIS, BAS und k stammen aus der ursprünglichen Zielgruppenkarte.

Was ändern Sie im ersten Vertriebsgespräch?

Beginnen Sie beim Entscheidungsproblem statt bei der Stellenbezeichnung als Schublade. Die vorhandene Zielgruppenkarte ist die Vorbereitung, keine Ersatzdiagnose für die konkrete Situation.

  • Sales Manager: Fragen Sie nach Teamziel und Conversion vorhandener Leads. Zeigen Sie einen kleinen, arbeitsfähigen Test mit klarem Zeitaufwand und Nutzungsplan.
  • Head of Sales: Sprechen Sie über Forecast-Abweichung, Standardisierung und Einarbeitung. Zeigen Sie Prozesslandkarte, CRM-Verankerung und eine relevante Peer-Fallstudie.
  • CRO: Legen Sie einen Messplan für CAC, Funnel-Stufen und Segmentergebnisse vor. Definieren Sie Ausgangslage, Pilot-KPIs und Abbruchkriterien im Voraus.
  • Commercial Director: Beginnen Sie bei Bruttomarge, Preisdurchsetzung, Kundenbindung und Key Accounts. Bringen Sie Margenfälle mit und beziehen Sie die Geschäftsleitung ein.
  • Wählen Sie den Einstieg anhand der Quelle: Kollegenempfehlung, Head-of-Sales-Netzwerk, Investor- oder Peer-Kontakt beziehungsweise persönliches Branchenumfeld.
  • Wenn mehrere Rollen entscheiden, entwickeln Sie ein gemeinsames Angebot mit unterschiedlichen Belegschichten statt widersprüchlicher Versprechen.

Vier mögliche Gesprächseinstiege für dasselbe Angebot

Diese Sätze sind redaktionelle Beispiele und weder getestete Werbeaussagen noch wörtliche Interviewzitate. Ihre Logik folgt den vier Originalprofilen.

  • Sales Manager: „Sie haben Leads, doch die Abschlussquote unterscheidet sich stark je Verkäufer. Testen wir eine einfache Routine mit einem Team und messen das Ergebnis?“
  • Head of Sales: „Ihr Forecast sollte Sicherheit geben statt Überraschungen. Wir beginnen bei den Schritten, die heute nicht konsequent im CRM dokumentiert werden.“
  • CRO: „Wenn der Umsatz steigt, Akquisition aber immer teurer wird, sollten wir zuerst feststellen, welche Funnel-Stufe den Return drückt.“
  • Commercial Director: „Wachstum durch Rabatte und Druck auf Großkunden ist kein gesundes Wachstum. Beginnen wir bei Marge und Kundenwert.“

Was passiert, wenn alle vier am Kauf beteiligt sind?

In einer größeren Buying Group kann der Sales Manager täglicher Anwender und Befürworter, der Head of Sales Prozesseigner, der CRO Sponsor des Wachstumsfalls und der Commercial Director strategischer Mitentscheider sein. Das ist ein Beispiel und keine feste Organisationsstruktur. Tatsächliche Zuständigkeiten unterscheiden sich.

Dann brauchen Sie mehrere miteinander verbundene Nachweise: einen kleinen Praxistest im Team, Maßnahmen zur CRM-Akzeptanz, einen Messplan für Funnel und CAC sowie die Auswirkungen auf Marge und Kundenbindung. Der eine Nachweis ersetzt den anderen nicht.

Vier Fragen helfen: Wer nutzt die Lösung? Wer verantwortet das Budget? Wer trägt bei Misserfolg das Risiko? Und welches Ergebnis muss bis wann sichtbar werden? So entsteht ein gemeinsamer Entscheidungsprozess statt vier isolierter Verkaufsgespräche.

Forschungsbasierte breite Funktionsprofile sind keine individuelle Kaufprognose

Diese Profile beruhen auf wiederkehrenden Mustern aus Untersuchungen, die Neurofactor über mehrere Jahre bei diesen und vergleichbaren Zielgruppen durchgeführt hat. Sie sind damit fundierte, verallgemeinerte Funktionsprofile für die Bewertung von Problemen, Belegen und Entscheidungen. Sie beschreiben nicht jede einzelne Person mit der entsprechenden Stellenbezeichnung.

Branche, Unternehmensgröße, Vertriebsreife, Preis, Produktart, Angebot und Entscheidungskontext können das Profil verändern. Ein CRO in einem Industriebetrieb muss daher nicht wie ein CRO in einem SaaS-Scale-up entscheiden. Diese Werte sind keine EEG-Messungen einzelner Käufer und keine Kaufwahrscheinlichkeiten.

Für einen hohen praktischen Nutzen wird das breite Profil auf Ihr konkretes Produkt oder Ihre Dienstleistung zugeschnitten. Mit den Belegfeldern der Zielgruppenkarte und einer kontextspezifischen Assoziationskarte untersuchen wir, welche Bedeutungen, Einwände und Belegsignale für Ihr Angebot relevant sind. Wie sieht dieses Vertriebsprofil speziell für Ihre Leistung aus? Genau dort setzt die Vertiefung an.

Möchten Sie wissen, wie Sales Manager, Heads of Sales, CROs oder Commercial Directors Ihr Produkt oder Ihre Leistung sehen? Kontaktieren Sie Neurofactor und lassen Sie das allgemeine Profil auf Ihre Proposition übertragen.

Welche Inhalte funktionieren für diese Rollen auf LinkedIn?

Auch Kanalnutzung und Tonalität unterscheiden sich in den Quellen. Sales Manager lesen und netzwerken täglich auf LinkedIn und nutzen daneben Podcasts und YouTube; kurze, direkte und anwendungsnahe Inhalte passen zum Profil. Heads of Sales verfolgen LinkedIn, Fachcommunitys und Webinare und erwarten einen methodischen Ansatz. CROs posten zudem aktiv und folgen SaaS-Quellen sowie Peer-Netzwerken.

Commercial Directors nutzen LinkedIn regelmäßiger als täglich und orientieren sich zudem an Fachmedien, Branchenevents und Wirtschaftspresse. Eine ruhige strategische Fallstudie zu Marge und Kundenbindung passt besser zur Profiltonalität als eine laute Growth-Hack-Botschaft. Das sind breite Kanalpräferenzen, keine individuell gemessenen Reaktionsquoten.

Das Jobtitel-Targeting ist damit erst der Anfang. Kanal, Argument, Ton und Beleg sollten zusammen getestet werden. Mehr dazu unter Tonalität im Zielgruppenprofil und Umgang mit Einwänden.

Mehr Umsatz ist ein Ergebnis, aber nicht derselbe Kaufgrund

Der Sales Manager kauft schnellere Teamabschlüsse. Der Head of Sales möchte planbare Umsetzung. Der CRO sucht wiederholbares, belegbares Wachstum. Der Commercial Director will besseren Umsatz ohne Verlust von Marge und Beziehungen.

Die Frage lautet nicht, ob Vertrieb Wachstum mag. Entscheidend ist, wann Wachstum für die jeweilige Person glaubwürdig, attraktiv und verantwortbar wird. Lesen Sie weiter bei Sales Manager versus CRO und Head of Sales versus Commercial Director oder gehen Sie zurück zur gesamten B2B-Zielgruppenserie.

Begriffe

Zielgruppenkarte
Strukturiertes Profil einer Zielgruppe mit Zielen, Problemen, Ängsten, Einwänden, Belegbedarf und Entscheidungskontext.
Assoziationskarte
Forschungsbasierte Darstellung der Bedeutungen und Verknüpfungen, die eine Zielgruppe in einem konkreten Kontext mit Themen, Marken, Produkten oder Leistungen verbindet.
BIS
Behavioral Inhibition System: im vorliegenden Quellmodell das relative Gewicht möglicher Risiken, Bedrohungen und negativer Folgen auf einer Skala von 0 bis 10.
BAS
Behavioral Activation System: im vorliegenden Quellmodell die relative Orientierung an Chancen und attraktiven Belohnungen auf einer Skala von 0 bis 10.
Verzögerungsdiskontrate (k)
Parameter für die relative Abwertung späterer gegenüber früheren Belohnungen; kein Prozentwert, keine Kaufwahrscheinlichkeit und keine Vertragsfrist.
CAC
Customer Acquisition Cost: Aufwand für die Gewinnung eines Kunden bei klar definierter Berechnung.
Forecast-Genauigkeit
Grad der Übereinstimmung zwischen prognostiziertem und tatsächlich erzieltem Vertriebsergebnis im selben Zeitraum.
Belegbedarf
Art der Ergebnisse, Daten, Referenzen oder Fallstudien, die einen Entscheider von der Glaubwürdigkeit eines Angebots überzeugen können.

Häufig gestellte Fragen

Warum überzeugt dieselbe Wachstumsbotschaft nicht jede Vertriebsrolle?

Die Rollen verantworten unterschiedliche Folgen des Wachstums. Der Sales Manager achtet auf Teamziele, der Head of Sales auf Planbarkeit, der CRO auf wiederholbare Wachstumseffizienz und der Commercial Director auf Marge und Kundenbindung.

Was ist der Unterschied zwischen Sales Manager und CRO als Käufer?

Der Sales Manager sucht schnell umsetzbare Verbesserungen der Team-Conversion mit wenig Zusatzaufwand. Der CRO verlangt messbare, segmentbezogene Belege zu Funnel, Akquisitionskosten und wiederholbarem Umsatz, oft in einem dokumentierten Piloten.

Welche Belege überzeugen einen Head of Sales?

Fallstudien zu Forecast-Genauigkeit und Wachstum sowie der Nachweis, dass eine Methode im CRM und im Alltag verankert ist. Referenzen vergleichbarer Vertriebsorganisationen passen zum breiten Profil.

Warum reicht mehr Umsatz für einen Commercial Director nicht aus?

Mehr Volumen kann die Marge reduzieren oder wichtige Kundenbeziehungen belasten. Das Profil verlangt deshalb Nachweise zu Preisdurchsetzung, Marge, Retention und nachhaltiger Marktposition.

Was bedeuten BIS, BAS und k für diese Vertriebsprofile?

BIS und BAS beschreiben im verwendeten Profilmodell die relative Betonung von Risiko und Belohnung. k ist ein eigener Parameter für zeitliche Abwertung. Die Funktionswerte prognostizieren keine individuellen Käufe.

Wie passe ich die Zielgruppenkarte an mein Angebot an?

Ausgangspunkt ist das bestehende Funktionsprofil. Eine kontextspezifische Assoziationskarte zeigt danach, welche Bedeutungen, Einwände und Belege Ihr tatsächliches Angebot aktiviert. Botschaft und Belegführung werden anschließend praktisch getestet.

Quellen

  1. 1.Behavioral Inhibition, Behavioral Activation, and Affective Responses to Impending Reward and Punishment: The BIS/BAS Scales - Carver & White / Journal of Personality and Social Psychology (1994)
  2. 2.Time Discounting and Time Preference: A Critical Review - Frederick, Loewenstein & O'Donoghue / Journal of Economic Literature (2002)

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Geprüft von: Martijn den Otter · Zuletzt geprüft: 9.10.2026

Martijn den Otter

Martijn den Otter

Oprichter van Neurofactor. Expert in neuromarketing en consumentenpsychologie.

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